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6. Oktober 2017

VGZ: Acht Branchenzuschlagstarifverträge verhandelt

Nach dem Abschluss neuer Branchenzuschlagstarifverträge für die Metall- und Elektroindustrie und die Chemische Industrie im Mai diesen Jahres hat die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) – bestehend aus den Verbänden Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) acht weitere Branchenzuschlagstarifverträge mit der jeweils zuständigen Gewerkschaft abgeschlossen.

Damit ist es der VGZ gelungen, innerhalb der tarifvertraglichen Anpassungsfrist von sechs Monaten (seit Inkrafttreten der AÜG-Änderungen am 01.04.2017) alle bisher bestehenden Branchenzuschlagstarifverträge mit Ausnahme des Tarifvertrages über Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassungen in den Schienenverkehrsbereich (TV BZ Eisenbahn) an die neue Rechtslage anzupassen. Mit der für den TV BZ Eisenbahn zuständigen Gewerkschaft EVG wurde vereinbart, die Gültigkeit des Tarifvertrages um drei Monate bis zum 31.12.2017 zu verlängern. Bis zu einem Abschluss eines neuen Branchenzuschlagstarifvertrages gilt der bestehende TV BZ Eisenbahn weiter.

(Quelle: www.personaldienstleister.de) 

 
30. Juni 2017

Branchenzuschläge Chemie: Sechste Erhöhungsstufe

In der Chemiebranche haben sich die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), zusammen mit dem Vorstand der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) auf eine Anpassung des Branchenzuschlagstarifvertrages für Überlassungen in die Chemische Industrie verständigt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Anforderungen in der Arbeitnehmerüberlassung muss der bestehende Branchenzuschlagstarifvertrag für Beschäftigte in der Chemiebranche angepasst werden.

Die Sozialpartner haben sich auf folgende Inhalte geeinigt:

·         Kernpunkte der Anpassung des Branchenzuschlagstarifvertrags für die Chemische Industrie (TV BZ Chemie) sind die Einführung einer neuen 6. Branchenzuschlagsstufe nach dem 15. vollendeten Einsatzmonat für die Entgeltgruppen EG 1 bis EG 5 sowie die erstmalige Einführung von Branchenzuschlägen für die übrigen Entgeltgruppen EG 6 bis EG 9. Der Branchenzuschlag auf das tarifliche Entgelt beträgt nach dem 15. vollendeten Einsatzmonat:

      • in den Entgeltgruppen 1 und 2:               67 Prozent
      • in den Entgeltgruppen 3, 4 und 5:           45 Prozent

Für die Entgeltgruppen 1 und 2 wurde zudem vereinbart, dass sich der Branchenzuschlag in der fünften Branchenzuschlagsstufe (nach dem 9. vollendeten Einsatzmonat) ab dem 1. Juli 2018 von derzeit 50 Prozent auf 53 Prozent erhöht.

·         Für die Entgeltgruppen 6 bis 9, für die bislang keine Branchenzuschläge galten, beträgt der Branchenzuschlag auf das tarifliche Entgelt:

      • nach 6 vollendeten Einsatzwochen:       4 Prozent
      • nach 3 vollendeten Einsatzmonaten:      6 Prozent
      • nach 5 vollendeten Einsatzmonaten:      8 Prozent
      • nach 7 vollendeten Einsatzmonaten:      16 Prozent
      • nach 9 vollendeten Einsatzmonaten:      20 Prozent
      • nach 15 vollendeten Einsatzmonaten:    24 Prozent

·         Die Tarifvertragsparteien haben festgelegt, dass mit der letzten Stufe nach 15 Monaten in allen Entgeltgruppen ein gleichwertiges tarifvertragliches Entgelt gemäß der Neufassung des seit 1. April 2017 in Kraft getretenen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) erreicht wird. Diese letzte Stufe greift für alle Entgeltgruppen erstmalig zum 1. Juli 2018.

·         Wie beim Branchenzuschlagstarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie (TV BZ ME) bleibt es bis zum 15. vollendeten Einsatzmonat bei der bisherigen Deckelungsregelung, wonach der Branchenzuschlag auf 90 Prozent des laufenden regelmäßigen Stundenentgelts eines vergleichbaren Mitarbeiters im Kundenbetrieb gedeckelt werden kann. Nach dem 15. Monat ist der Branchenzuschlag auf das Arbeitsentgelt eines vergleichbaren Arbeitnehmers im Kundenbetrieb beschränkt.

·         Für die Zuschlagsstufen der Entgeltgruppen 6 bis 9 gilt eine Übergangsregelung: Mitarbeiter dieser Entgeltgruppen erhalten bis zum Ablauf des Jahres 2017 nach einer Einsatzdauer von 6 Wochen einen Branchenzuschlag in Höhe von 1 Prozent.

·         Der neue Branchenzuschlagstarifvertrag läuft vom 1. April 2017 bis zum 31. Dezember 2020.

 (Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 
12. Mai 2017

Neuer Branchenzuschlagstarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie für die Zeitarbeit

Die Arbeitgeber der Zeitarbeitsbranche, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), haben sich gemeinsam mit dem Vorstand der IG Metall auf eine Anpassung der Branchenzuschlagstarifverträge für Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie geeinigt. Aufgrund der neuen gesetzlichen Anforderungen in der Arbeitnehmerüberlassung musste der bestehende Branchenzuschlagstarifvertrag in der Metall- und Elektroindustrie angepasst werden.

Die Sozialpartner haben sich auf folgende Inhalte geeinigt:

  • Die Einführung einer sechsten und letzten Zuschlagsstufe auf das Stundenentgelt des Entgelttarifvertrags Zeitarbeit, den BAP und iGZ mit der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit abgeschlossen haben: 65 Prozent Zuschlag auf das tarifliche Grundentgelt nach dem 15. vollendeten Monat. Damit sind die Anforderungen des neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) an die Zahlung eines gleichwertigen Entgelts mit vergleichbaren Stammbeschäftigten erfüllt. Die neuen Branchenzuschläge der sechsten Stufe werden erstmalig zum 1.1.2018 für Zeitarbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie fällig.
  • Der neue Branchenzuschlagstarifvertrag läuft vom 1. April 2017 bis zum 31. Dezember 2020.
  • Die Erklärungsfrist für diese Regelungen läuft bis zum 31. Mai 2017.
Die Sozialpartner haben sich darauf geeinigt, in den nächsten Wochen Tarifverhandlungen zu weiteren Branchenzuschlagstarifverträgen aufzunehmen.
(Quelle: www.personaldienstleister.de)
 
10. Mai 2017

Neuer Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk in Kraft getreten

Mit Datum vom 01.05.2017 ist die Neunte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Maler- und Lackiererhandwerk mit einer Laufzeit bis zum 30.04.2021 in Kraft getreten. Gemäß § 8 Absatz 3 Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) sind die mit der 9. MalerArbbV für allgemeinverbindlich erklärten Rechtsnormen des Tarifvertrags vom 09.12.2016 zur Regelung eines Mindestlohnes für gewerbliche Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk (TV Maler-Mindestlohn) bei der Überlassung von Zeitarbeitnehmern zu beachten, sofern diese mit Tätigkeiten beschäftigt werden, die in den Geltungsbereich des TV Maler-Mindestlohns fallen.

Der Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk beträgt:

a) für „Ungelernte Arbeitnehmer“ (Mindestlohn 1)

Gesamtes Bundesgebiet:

– ab 1. Mai 2017: 10,35 Euro,
– ab 1. Mai 2018: 10,60 Euro,
– ab 1. Mai 2019: 10,85 Euro,
– ab 1. Mai 2020: 11,10 Euro;

b) für „Gelernte Arbeitnehmer“ (Mindestlohn 2)

Alte Bundesländer und Berlin:

– ab 1. Mai 2017: 13,10 Euro,
– ab 1. Mai 2018: 13,30 Euro,
– ab 1. Mai 2020: 13,50 Euro;

Neue Bundesländer:

– ab 1. Mai 2017: 11,85 Euro,
– ab 1. Mai 2018: 12,40 Euro,
– ab 1. Mai 2019: 12,95 Euro,
– ab 1. Mai 2020: 13,50 Euro.

Der Anspruch auf den Mindestlohn wird spätestens zum 15. des Monats fällig, der dem Monat folgt, für den der Mindestlohn zu zahlen ist.

Zulässigkeit des Führens von Arbeitszeitkonten noch nicht abschließend geklärt

Ob Zeitarbeitsunternehmen Arbeitszeitkonten führen dürfen, wenn sie Zeitarbeitnehmer mit Tätigkeiten beschäftigen, die in den Geltungsbereich der für allgemeinverbindlich erklärten Rechtsnormen des Maler- und Lackiererhandwerks fallen, ist noch nicht abschließend geklärt. Gemäß § 4 Nummer 2 TV Maler-Mindestlohn in Verbindung mit § 9 des Rahmentarifvertrags für die gewerblichen Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk (RTV Maler), der ebenfalls allgemeinverbindlich gilt, kann in der Branche des Maler- und Lackiererhandwerks grundsätzlich die Führung eines Arbeitszeitkontos „zur Vermeidung von witterungsbedingten Kündigungen“ vereinbart werden. Der Zoll vertritt allerdings bislang die Auffassung, dass Zeitarbeitsunternehmen hiervon keinen Gebrauch machen dürfen. Bei der Überlassung von Zeitarbeitnehmern in das Maler- und Lackiererhandwerk dürfe kein Arbeitszeitkonto geführt werden, weil es in der Zeitarbeit – anders als im Maler- und Lackiererhandwerk selbst – keine Möglichkeit für (erleichterte) witterungsbedingte Kündigungen in der Schlechtwetterzeit gäbe, die Führung eines Arbeitszeitkontos aber ausschließlich zur Vermeidung solcher Kündigungen zulässig sei.

(Quelle: www.personaldienstleister.de)

 
3. April 2017

AÜG-Novellierung ist zum 1. April in Kraft getreten

Das geänderte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ist am 01. April 2017 in Kraft getreten. Damit wurde das AÜG zum dritten Mal nach 2003 und 2011 wesentlichen Änderungen unterzogen. Zu den zentralen Neuregelungen gehören ein Equal Pay-Anspruch nach 9 Monaten sowie die Festlegung der Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate. Auch hinsichtlich der Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflichten gibt es Änderungen: Künftig muss beispielsweise der schriftliche Vertrag zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kunden vor Beginn der Überlassung ausdrücklich als „Arbeitnehmerüberlassungsvertrag“ bezeichnet werden.

Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), beurteilt die Auswirkungen der Gesetzesnovellierung wie folgt: „Mit Einführung der Gesetzesänderungen in der Arbeitnehmerüberlassung, die ab dem 1. April gelten,  wird die Flexibilität am Arbeitsmarkt deutlich eingeschränkt und damit die deutsche Wirtschaft gebremst. Diese erneuten Einschränkungen sind nicht nur für Personaldienstleister und Kundenunternehmen sondern auch vor allem für Zeitarbeitnehmer kontraproduktiv. Dennoch wird sich die Zeitarbeit auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen, denn die Branche hat ihre Flexibilität schon wiederholt unter Beweis gestellt.“

 

(Quelle: www.personaldienstleister.de)

 
31. März 2017

TV LeiZ erhöht auf 48 Monate Höchstüberlassungsdauer

Im Tarifgebiet Südwest der IG Metall wurde der TV LeiZ als Pilot abgeschlossen, er soll zum 01.04.2017 in Kraft treten. Im neuen AÜG, welches zum 01.04.2017 in Kraft tritt, wird die Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate reglementiert, es sei denn, ein kundenseitiger Tarifvertrag regelt was anderes.

Nun wurde ein solcher durch die IG Metall (Südwest) abgeschlossen. Folgende Punkte werden darin geregelt:

  • Für tarifgebundene Kundenunternehmen, in denen noch keine Betriebsvereinbarung (BV) über den Einsatz von Leiharbeitnehmern besteht, giltt eine tariflich Höchstüberlassungsdauer von 48 Monaten.
  • Hat ein tarifgebundenes Kundenunternehmen bereits eine BV, welche eine Regelung bzgl. der Höchstüberlassungsdauer vorsieht, müssen Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden. Bleiben diese erfolglos, dann gilt automatisch eine Höchstüberlassungsdauer von 36 Monaten.
  • Tarifgebundene Kundenunternehmen, die eine BV haben, welche die Höchstüberlassungsdauer regelt, so kann diese auch über den 01.04.2017 fortgelten. Allerdings sollte hier mit dem Betriebsrat die Fortgeltung über den 01.04.2017 hinaus ausdrücklich, unter Bezugnahme des § 1 Absatz 1b AÜG, vereinbart werden.
  • Nicht tarifgebundene Kundenunternehmen können mit ihrem Betriebsrat eine BV vereinbaren, in welcher der TV LeiZ-Neu insgesamt für dieses Unternehmen gelten soll.
  • Für nicht tarifgebundene Kundenunternehmen ohne Betriebsrat bleibt es bei einer Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten.

Hinweis:

Die bisherige Regelung des TV LeiZ, dass Kundenunternehmen nach einer 18-monatigen Einsatzdauer prüfen müssen, ob dem Leiharbeitnehmer ein Übernahmeangebot gemacht werden kann und, dass dieses Übernahmeangebot nach 24 Monaten zwingend erfolgen muss, bleibt bestehen. Demnach kann eine Höchstüberlassungsdauer von 48 Monaten erreicht werden, wenn der Leiharbeitnehmer das Übernahmeangebot abgelehnt hat.

 
13. Februar 2017

Malermindestlohn steigt am 1. Mai

Am 1. Mai werden die Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk erhöht. Ungelernte Beschäftigte müssen dann bundesweit mindestens 10,35 Euro verdienen, gelernte Arbeitnehmer in Westdeutschland 13,10 Euro. Während der vereinbarten Laufzeit sind noch weitere Entgelterhöhungen vorgesehen.

Bei ungelernten Kräften gibt es schon jetzt keine Ost-West-Unterscheidung mehr. Bei gelernten Arbeitnehmern wird die Diskrepanz am 1. Mai 2020 entfallen. Der Mindestlohn gilt nicht für Fahrzeug- und Metalllackierer. Der 9. Entwurf der Malermindestlohnverordnung wurde am 9. Februar im Bundesanzeiger veröffentlicht. Neben den Entgelten gibt es keine weiteren Änderungen.

(Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 
9. Januar 2017

Spende an den Kinderhospizdienst

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Zum dritten Mal in Folge hat die „first personalmanagement GmbH“ in Wendlingen einen Betrag in Höhe von 2000 Euro an den Häuslichen Kinder- und Jugend-Hospizdienst in Kirchheim gespendet. Statt Weihnachtsgeschenke für Kunden, erklärte der Geschäftsführer des Personaldienstleistungsunternehmens Peter Hufen (rechts) diese Geste. Es sei eine große Herausforderung für Ehrenamtliche, im Hospizdienst zu arbeiten, würdigte er deren Arbeit. Die Geldspende werde für Fahrtkosten der ehrenamtlichen Paten und für Ausflüge, Kinobesuche und Spielzeug benötigt, erläuterte Thomas Kubetschek, Leiter und Koordinator bei Hospizdienst (links), die Verwendung. Der häusliche Dienst begleitet Kinder und Jugendliche mit lebensbedrohlicher oder verkürzende Erkrankung sowie deren Geschwisterkinder und Eltern. Ebenso Kinder und Jugendliche, wenn ein Elternteil lebensbedrohlich erkrankt ist und die Kinder Abschied nehmen müssen. Dafür sind derzeit 26 ehrenamtliche Paten und Patinnen im Einsatz. Für ihre Aufgabe werden die Ehrenamtlichen qualifiziert. Die Kirchheimer Einrichtung war der erste Häusliche Kinderhospizdienst in Deutschland und besteht seit 1999. Derzeit werden sieben Familien zu Hause begleitet und 15 weitere Familien in Trauergruppen. Die Arbeit wird von den Maltesern und der katholischen Gesamtkirchengemeinde Kirchheim getragen.

(Quelle: Wendlinger Zeitung, 23.12.2016)

 
21. Dezember 2016

Frohe Weihnachten

Das gesamte Team von 1P wünscht ein frohes Weihnachtsfest

und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2017.

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15. Dezember 2016

Neuer Tarifabschluss in der Zeitarbeit

Bei den aktuellen Tarifverhandlungen für die Zeitarbeitsbranche konnten sich die Arbeitgeberseite, vertreten durch die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), und die DGB-Gewerkschaften in der vergangenen Nacht auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Die VGZ ist die Verhandlungsgemeinschaft der beiden Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit, dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und dem Interessenverband deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) unter Leitung der Verhandlungsführer der VGZ Thomas Bäumer (BAP) und Sven Kramer (iGZ). Zuvor hatte der Bundesvorstand des DGB im Namen von acht Gewerkschaften den Entgelttarifvertrag zum 31. Dezember 2016 gekündigt.

Die neu tarifierten Entgelterhöhungen – basierend auf den Entgelten der BAP- und iGZ-Tarifwerke mit der DGB-Tarifgemeinschaft – steigen zum 1. März 2017, zum 1. April 2018, zum 1. April 2019 sowie zum 1. Oktober 2019 – jeweils für die Tarifgebiete Ost und West. Der Entgelttarifvertrag umfasst damit eine Laufzeit von 36 Monaten bis zum 31. Dezember 2019. Vereinbart ist, dass die Angleichung der Entgeltgruppen Ost und West zum 1. April 2021 erfolgt. Ab diesem Zeitpunkt wird der Geltungsbereich der Entgelttabelle West auf das gesamte Bundesgebiet erweitert.

Zum 1. März 2017 (1. Stufe):

Erhöhung Entgelte West:
Alle Entgeltgruppen (EG): 2,5 %

Erhöhung Entgelte Ost:
EG 1: 4,82 %
in allen anderen EG: 4,0 %

Laufzeit für diese Stufe: 13 Monate

Zum 1. April 2018 (2. Stufe):

Erhöhung Entgelte West:
Alle EG: 2,8 %

Erhöhung Entgelte Ost:
Alle EG: 4,0 %

Laufzeit bis zur 3. Stufe: 12 Monate

Zum 1. Januar 2019 (Anpassungsstufe):

Erhöhung Entgelte Ost:
EG 1: 2,4 %
EG 2: 3,9 %
EG 3-9: keine Erhöhung

Zum 1. April 2019 (3. Stufe):

Erhöhung Entgelte West:
EG 1 und 2: 3,2 %
EG 3-9: 3,0 %

Erhöhung Entgelte Ost:
EG 1 und 2: keine Erhöhung
EG 3-9: 3,5 %

Laufzeit für diese Stufe: 6 Monate

Zum 1. Oktober 2019 (4. Stufe):

Erhöhung Entgelte West:

EG 1 und 2: Erhöhung um 0,17 EUR
EG 3-9: keine Erhöhung

Erhöhung Entgelte Ost:
EG 1 und 2: Erhöhung um 0,17 EUR
EG 3-9: keine Erhöhung

(Quelle: www.personaldienstleister.de)

 
15. Dezember 2016

Qualifizierungsmodell – ein Erfolg: Das 3-Stufen-Modell des BAP

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Erneut haben Zeitarbeitnehmer die erste Stufe des 3-Stufen-Qualifizierungsmodells, das der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) entwickelt hat, erfolgreich absolviert. Sie bestanden die Zertifikatsprüfung zum „Fachhelfer“ beim TÜV Rheinland.

„Das 3-Stufen-Modell des BAP hat sich bewiesen. Denn von diesem profitieren Zeitarbeitskräfte durch einen Zuwachs an Kompetenzen, die die Absolventen nunmehr anhand eines anerkannten Zertifikats dokumentieren können. Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass immer mehr Mitglieder das Modell nutzen“, erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des BAP. Am vergangenen Freitag legten vier Zeitarbeitnehmer des Personaldienstleisters first personalmanagement GmbH in Wendlingen die Prüfung im Bereich Montage ab, ein weiterer im Bereich Lager und Logistik.

Zeitarbeitnehmern ohne formale Ausbildung wird mit dem 3-Stufen-Qualifizierungsmodell des BAP der berufsbegleitende Erwerb eines anerkannten Abschlusses ermöglicht. Die erste Stufe als Fachhelfer und die zweite Stufe zum Fachassistenten wird mit einer Personenzertifizierung durch den TÜV Rheinland abgeschlossen. Nach der dritten Stufe kann eine sogenannte Externenprüfung bei einer Industrie- und Handelskammer abgelegt werden. Nach dem Bestehen erhalten die Teilnehmer einen Berufsabschluss.

Das BAP-Qualifizierungsmodell setzt bei den praktischen Erfahrungen an, die die Zeitarbeitnehmer in ihren Einsätzen sammeln, und ergänzt diese mit theoretischem Wissen. Die Vermittlung der theoretischen Inhalte erfolgt über eine eigens vom Verband entwickelte eLearning-Plattform.

(Quelle: www.personaldienstleister.de)

 
27. Oktober 2016

Mindestlohn wird ab dem 1. Januar 2017 auf 8,84 Euro angehoben

Das Bundeskabinett hat gestern die Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Damit gilt ab dem 01. Januar 2017 in Deutschland ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn von brutto 8,84 Euro je Zeitstunde. Die Anhebung des Mindestlohns beruht auf dem Beschluss der Mindestlohnkommission vom 28. Juni 2016. Die Kommission hatte mit dem Mindestlohngesetz den Auftrag erhalten, erstmals zum 01. Januar 2017 über die Anpassung des Mindestlohns zu entscheiden und der Bundesregierung einen entsprechenden Vorschlag zu machen. Sie wird dies nun alle zwei Jahre tun.

(Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 
25. Oktober 2016

Neues Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beschlossen

Mit den Stimmen der CDU/CSU- und der SPD-Fraktion verabschiedete der Deutsche Bundestag nach zweiter und dritter Lesung ein neues Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG). Nach erster Lesung und Anhörung folgte der Bundestag damit der Empfehlung des Ausschusses für Arbeit und Soziales.

Das reformierte Arbeitnehmerüberlassungsgesetz tritt nicht wie ursprünglich geplant am 1. Januar 2017 sondern erst am 1. April 2017 in Kraft.

Das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz sieht unter anderem vor, dass Zeitarbeitnehmer künftig nur noch 18 Monate bei einem Kundenunternehmen eingesetzt werden dürfen (es sei denn, ein Tarifvertrag regelt eine längere Einsatzdauer). Außerdem sollen sie nach neun Monaten den gleichen Lohn wie die Stammbeschäftigten erhalten. Durch einen Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen wurden Vorgaben präzisiert, die es Zeitarbeitsfirmen auch in Zukunft ermöglicht hätten, sich durch eine Hintertür vor Sanktionen bei illegaler Arbeitnehmerüberlassung zu schützen.

(Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 

 
4. Oktober 2016

Die acht Vorteile für Zeitarbeitnehmer

  1. Zeitarbeit verschafft Berufsanfängern, auch Hochschulabsolventen, beste Chancen für den Eintritt in die Arbeitswelt.
  2. Wer sich beruflich umorientieren möchte, kann als Zeitarbeitnehmer verschiedene Unternehmen kennenlernen.
  3. Nach längerer Berufspause können Frauen und Männer durch Zeitarbeit den Wiedereinstieg ins Berufsleben schaffen.
  4. Zeitarbeitunternehmen bieten Chancen zur weiteren beruflichen Qualifikation unter den realen Bedingungen des Arbeitslebens. Mitarbeiter erwerben in Seminaren und Lehrgängen das Fachwissen für Zukunftsbranchen.
  5. Älteren arbeitssuchenden Arbeitnehmern oder anderen am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen kann Zeitarbeit neue, unerwartete Perspektiven verschaffen.
  6. Hinter Zeitarbeit stehen fast ausschließlich sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse.
  7. Zeitarbeit unterliegt vollständig dem allgemeinen deutschen Arbeitsrecht. So gibt es etwa kein spezielles Kündigungsrecht nur für die Zeitarbeitsbranche.
  8. Die Bezahlung von Zeitarbeitnehmern basiert zu fast 100 Prozent auf eigenen Tarifverträgen für die Zeitarbeitsbranche.
 
9. September 2016

Exklusive Weiterbildungsmöglichkeiten für ungelernte Zeitarbeitskräfte

Das 3-Stufen-Modell des BAP

Der BAP hat das 3-Stufen-Qualifizierungsmodell entwickelt, um Zeitarbeitskräfte ohne abgeschlossene Ausbildung berufsbegleitend zu qualifizieren. Das dreistufige Modell setzt bei den umfangreichen praktischen Erfahrungen an, die Zeitarbeitnehmer in ihren Einsätzen sammeln, und reichert diese mit theoretischem Wissen an. Es ermöglicht die Zertifizierung persönlicher Kompetenzen. Gleichzeitig können Zeitarbeitskräfte durch die berufsbegleitende Qualifizierung über drei Stufen – 1. Stufe Fachhelfer, 2. Stufe Fachassistent, 3. Stufe Fachkraft – einen Berufsabschluss erlangen. Die Teilnehmer erhalten nach jeder bestandenen Stufe ein Zertifikat über die erworbenen Kompetenzen und Fähigkeiten.

Dabei werden die ersten beiden Stufen mit einer Personenzertifizierung durch den TÜV Rheinland abgeschlossen, die dritte durch die sogenannte Externenprüfung bei einer Handwerkskammer oder IHK. Um zum Beispiel ein Zertifikat als Fachhelfer zu erhalten, müssen Zeitarbeitskräfte in der ersten Stufe eine schriftliche und eine mündliche Prüfung bestehen. Darauf werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Kursen auf der eLearning-Plattform des BAP vorbereitet. So können Zeitarbeitskräfte laut Prüfungsordnung erst zur Prüfung angemeldet werden, wenn sie alle Kapitel des jeweiligen Kurses durchlaufen und die Abschlusstests mit einer Quote von mindestens 80 Prozent richtig beantworteter Fragen absolviert haben.

(Quelle: www.personaldienstleister.de)

 
3. August 2016

Elektro-Mindestlohn auch für Zeitarbeit bindend

Zum 1. August wurde der Tarifvertrag für die Elektrohandwerke für allgemeinverbindlich erklärt. Der Mindestlohn in Höhe von 9,85 Euro in Ostdeutschland (mit Berlin) und 10,35 Euro in Westdeutschland ist damit auch für Zeitarbeitskräfte, die im Elektrohandwerk eingesetzt sind, bindend.

Die nächste Lohnerhöhung ist für den 1. Januar 2017 vereinbart. Dann steigt der Lohn auf 10,40 Euro (Ost mit Berlin) beziehungsweise 10,65 Euro (West). Ab dem 1. Januar 2018 gilt ein bundeseinheitlicher Mindestlohn von 10,95 Euro, der zum 1. Januar 2019 auf 11,40 Euro steigen wird.

Arbeitszeitkonto für Zeitarbeitskräfte:

Bei verstetigter Arbeitszeit dürfen Zeitarbeitsunternehmen für ihre Mitarbeiter ein Arbeitszeitkonto nach den Vorgaben des Mindestlohngesetzes führen. Das umfasst insbesondere die Ausgleichspflicht nach zwölf Monaten. Ansprüche aus der Berechnung des Mindestentgelts sind spätestens sechs Monate nach Aushändigung der Abrechnung geltend zu machen. Im Übrigen gelten regionaltariflichen Ausschlussfristen, soweit diese allgemeinverbindlich sind.

(Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 
27. Juli 2016

Zeitarbeit ist Integrationsmotor Nummer eins

„Die Zeitarbeit bietet mit Abstand die besten Chancen für einen Wiedereinstieg“, attestiert „DIE WELT“. Fast jeder fünfte Langzeitarbeitslose habe in einer Zeitarbeitsfirma eine Beschäftigung gefunden, bezieht sich die Zeitung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Integration von Arbeitsuchenden ist eines der Kernmerkmale der Zeitarbeitsbranche. Die meisten neuen Arbeitsverträge in der Branche unterschrieben zuvor Beschäftigungslose. Lediglich 32 Prozent wechselten im zweiten Halbjahr 2015 aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus in die Zeitarbeitsbranche. Von den übrigen 68 Prozent waren 27 Prozent noch nie und 32 Prozent schon länger als ein Jahr nicht mehr beschäftigt.

Grundsätzlich haben es Langzeitarbeitslose laut „DIE WELT“ derzeit eher schwer am Arbeitsmarkt. Obwohl rund 700.000 freie Arbeitsplätze gemeldet seien – ein Rekordwert – verändere sich der Bestand an Langzeitarbeitslosen seit 2011 nur wenig. Die BA zählte 2015 rund eine Million Langzeitarbeitslose. Das seien etwa 37 Prozent aller Beschäftigungslosen.

Besonders schlecht seien die Wiedereingliederungsprognosen für Mütter mit einem Kind unter drei Jahren und für Arbeitsuchende mit sprachlichen oder gesundheitlichen Problemen. Auch das Alter spiele eine entscheidende Rolle. Von den über 55-Jährigen schaffe es nur jeder zweite, binnen eines Jahres eine neue Beschäftigung zu finden. Bei den unter 25-Jährigen liege dieser Anteil bei fast 90 Prozent.

(Quelle: www.ig-zeitarbeit.de)

 
4. Juli 2016

Stabile Arbeitsverhältnisse in Zeitarbeit

Im April 2016 gab es 811.400 Zeitarbeitskräfte, berichtet die Bundesagentur für Arbeit jetzt in ihrem Monatsbericht Juni. Das sind 27.100 mehr als im Vorjahr (+ 3,5 %) und 4.600 mehr als im Vormonat (+ 0,6 %). Auch der Anteil der Zeitarbeitskräfte, die ihre Beschäftigung verloren, ging im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 % zurück (24.376 Meldungen). In Ostdeutschland war der Rückgang noch stärker (-8,9 %) als in Westdeutschland (-5 %).

Positive Entwicklung

„Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter positiv. Die Arbeitslosigkeit ist erneut gesunken und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat kräftig zugenommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist unvermindert hoch“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, die Statistik.

Arbeitslosigkeit gesunken

Auch die Zahl der Arbeitslosen ist von Mai auf Juni um 50.000 auf 2.614.000 gesunken. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Juni um 57.000 zurückgegangen. Saisonbereinigt hat die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat um 6.000 abgenommen. Gegenüber dem Vorjahr waren 97.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

Mehr Integrationskurse

Die Unterbeschäftigung, die auch Arbeitnehmer in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, ist gesamtwirtschaftlich saisonbereinigt um 23.000 gestiegen. Grund ist die stärkere Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik. Zugenommen haben insbesondere Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung sowie durch Dritte geförderte Maßnahmen; hierunter fallen vor allem die Integrationskurse beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung im Juni 2016 auf 3.533.000. Das waren 26.000 weniger als vor einem Jahr. Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Mai 1,78 Millionen und die Erwerbslosenquote lag bei 4,2 Prozent.

Erwerbstätigkeit

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 45.000 gestiegen. Mit 43,56 Millionen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 559.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der BA von März auf April um 33.000 zugenommen. Mit 31,33 Millionen lag die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 681.000 im Plus.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern ist nach wie vor sehr hoch. Im Juni waren 665.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 93.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt lag die Nachfrage gegenüber dem Vormonat mit 4.000 im Plus. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland – blieb im Juni 2016 unverändert bei 216 Punkten. Nach dem kräftigen Anstieg im Vormonat behält der BA-X in diesem Monat sein sehr hohes Niveau bei und signalisiert weiterhin eine starke Kräftenachfrage. Der Vorjahresabstand fällt mit einem Plus von 25 Punkten sehr deutlich aus.

Aslybewerber in Statistik aufgenommen

Neu in der Statistik werden nun auch Asylbewerber, anerkannte Schutzberechtigte und geduldete Ausländer aus den wichtigsten Asylherkunftsländern mitgezählt. Danach wurden im Juni in Deutschland 297.000 geflüchtete Menschen als Arbeitsuchende und darunter 131.000 als Arbeitslose von einer Arbeitsagentur oder einem Jobcenter betreut. Angaben zu zurückliegenden Zeiträumen liegen nicht vor. (ML)

 
12. Mai 2016

Nahles hat die Zeitarbeit vom Tisch

Die Koalition hat sich darauf geeinigt, wie die Zeitarbeit künftig geregelt sein soll!

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zeigte sich als gute Verkäuferin. Die Einigung zur Regulierung der Arbeitsverhältnisse von mehr als 900.000 Zeitarbeitern am Dienstagabend sei ein historischer Schritt, sagte die Sozialdemokratin: „Wir haben zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt eine gesetzliche Regelung, die ganz eindeutig die Rechte der Leiharbeitnehmer stärkt.“

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Nahles aus der Koalitionsrunde eine Liste mit auf den Heimweg nahm, die im Gesetzentwurf noch nachgebessert werden muss. Das Ministerium hatte schon nach Aufforderung durch die Kanzlerin persönlich die Ursprungsversion Gesetzesvorhabens entschärfen müssen. Am 18. Mai soll das Kabinett das Gesetz nun endgültig auf den Weg bringen.

Was ändert sich künftig, was wurde auf den letzten Drücker noch heraus gehandelt? Und wem nutzt das Gesetz am Ende?

Ein Kernbestandteil ist die gleiche Bezahlung von Leiharbeitern und Stammmitarbeitern des Einsatzunternehmens bei annähernd gleicher Tätigkeit, auch „equal pay“ genannt. Das ist jedoch bisher schon im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz vorgeschrieben, sofern nicht ein Tarifvertrag andere Regelungen festlegt. Künftig muss die Gleichbezahlung nach neun Monaten erfolgen, allerdings sind die bestehenden Tarifverträge über stufenweise Branchenzuschläge weiterhin gültig. Da diese für nahezu alle relevanten Branchen mit größeren Lohnlücken bestehen, dürfte sich in der Praxis wenig ändern.

Wichtig aus Sicht der Personaldienstleister ist die Vorgabe vom Dienstagabend, dass die Regelung entgegen der ursprünglichen Planung nicht rückwirkend gilt. Da das Gesetz auch nicht wie geplant am 1. Januar, sondern am 1. Juli 2017 in Kraft treten soll, erhalten die Zeitarbeitgeber eine Übergangsfrist.

Eine Öffnungsklausel für Tarifverträge sieht auch die zweite wichtige Neuerung im Gesetz vor: Generell dürfen Leiharbeiter künftig nur noch 18 Monate beim selben Kunden eingesetzt werden. Danach muss der Verleiher seinem Mitarbeiter einen neuen Einsatz suchen, oder sich von ihm trennen – es sei denn, Tarifverträge sehen andere Einsatzdauern vor.

Allerdings gelten für die Ausnahmen nicht die Regeln, welche die Zeitarbeitgeber mit den Gewerkschaften schließen, sondern die Arbeitgeber der Einsatzbranchen. In der Metall- und Elektroindustrie ist das schon der Fall, dort sind 24 Monaten das Maß aller Dinge.

(Quelle: FAZ.NET)

 
25. April 2016

Unverständnis zum AÜG-Gesetz und eine „Konkretisierung“ des Equal Pay Begriffs gefordert

Die deutschen Personaldienstleister werden sich für 2017 auf neue Regulierungen durch das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) einstellen müssen. Das ist seit dem 13. April Gewissheit und der Entwurf geht nun in die Ressortabstimmung. Änderungen am Referentenentwurf sind zwar prinzipiell noch möglich, werden aber aller Voraussicht nach nur punktuelle Details betreffen. Im Wesentlichen steht fest, was sich für die Zeitarbeit ab dem kommenden Jahr ändern wird – und das wirft, insbesondere in den Punkten Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer, Fragen auf. Darüber herrschte Einigkeit bei den Vertretern von Arbeitgeberverband, Gewerkschaft, Unternehmerseite und Wissenschaft im Rahmen der Podiumsdiskussion auf dem 10. ES-Unternehmerforum für Personaldienstleister am 19. April 2016 in Fulda.

(Quelle: www.berater-der-zeitarbeit.de)

 
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